Herzinsuffizienz

Neues bereits zugelassenes Medikament gegen Herzinsuffizienz

Beschreibung Ist das Herz nicht mehr in der Lage, die Gewebe des Körpers mit ausreichend Blut und Sauerstoff zu versorgen, spricht man von einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz, Myokard-Insuffizienz). Die Herzinsuffizienz ist eine häufige Erkrankung. Jährlich erkranken etwa 375 von 100.000 Männer und 290 von 100.000 Frauen neu an einer Herzmuskelschwäche. Aufgrund der guten medizinischen Versorgung und dem steigenden Alter der Bevölkerung erwarten Experten, dass diese Zahl weiter ansteigt. Aber immer noch ist die Herzinsuffizienz eine oftmals tödliche Erkrankung. Bei der Herzinsuffizienz sind die Pumpfunktion und Auswurfleistung des Herzens vermindert (reduzierte Ejektionsfraktion, diese wird in unserer Praxis mittels Sonographie ermittelt). Bei linksseitiger Herzschwäche arbeitet die linke Herzhälfte nicht ausreichend und das Blut staut sich in der Lunge (Stauungslunge); dort sammelt sich Wasser an. Es kommt zu verminderter Belastbarkeit, Husten und Atemnot bis hin zum Lungenödem. Ursachen sind beispielsweise ein hoher Blutdruck (Hypertonie) oder eine Koronare Herzkrankheit (KHK), welche die Muskulatur der linken Herzkammer schwächt. Auch das Alter spielt eine bedeutende Rolle. Wir wissen inzwischen aber auch das nicht nur die linke Herzkammer betroffen ist, sondern auch die rechte Herzkammer.

Die Herzfunktion lässt sich anhand eines Herz-Ultraschalls (Echokardiografie) beurteilen. Sichtbar werden die Struktur von Herzwänden und -klappen sowie deren Bewegungsabläufe, Wanddicke von Herzvorhöfen und -kammern, Größe von Herzbinnenräumen und des gesamten Herzens sowie die Auswurfleistung des Herzens (Ejektionsfraktion).

Medikamente Eine Herzinsuffizienz lässt sich heute gut medikamentös behandeln. (ACE-Hemmer) Für eine erfolgreiche Therapie ist aber auch wichtig, dass Sie Ihren Lebensstil verändern. Ziel der medikamentösen Therapie ist es, Komplikationen der Herzschwäche zu verhindern und die Lebensqualität zu steigern. Dazu ist es wichtig, die Ursachen der Herzinsuffizienz zu erkennen und mögliche Grunderkrankung soweit wie möglich zu behandeln. Wichtig bei einer Herzinsuffizienz ist auch die Therapietreue (Compliance) des Patienten. Denn mit den heute zur Verfügung stehenden Medikamenten lassen sich Komplikationen der Herzinsuffizienz verhindern und die Lebensqualität der Betroffenen steigern. Die Herzinsuffizienz ist eine chronische Erkrankung, bei der immer wieder die Medikation angepasst werden muss. In einigen Fällen, reichen die Medikamente nicht aus um die Herzinsuffizienz effektiv zu behandeln. Ist die Therapie ausgeschöpft, bleibt in diesen Fällen nur eine Unterstützung durch einen Schrittmacher. Die Firma Novartis hat nun eine Substanz entwickelt, die das Herz vor dem Fortschreiten einer bestehende Herzinsuffizienz bewahren kann. Dieses Medikament wurde in einer Langzeitstudie überprüft und die Ergebnisse der Auswertungen haben alle Forscher weltweit doch sehr überrascht. (An dieser Studie haben auch Patienten unserer Praxis teilgenommen) Die Krankheitsrate und die Sterblichkeit konnten in dieser Studie erheblich reduziert werden. Aufgrund dieser sehr positiven Ergebnisse, hat sich die Firma Novartis entschlossen mit dieser Substanz eine weitere Langzeitstudie aufzulegen.

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